20.Februar, 2026
Die NASA-Raumsonde Juno hat im Februar 2026 bahnbrechende Daten geliefert, die unser Bild vom größten Planeten unseres Sonnensystems grundlegend korrigieren. Durch hochpräzise Radio-Okkultationsmessungen konnten Wissenschaftler feststellen, dass der Gasriese etwas kleiner und flacher ist, als seit den Voyager-Missionen der 1970er Jahre angenommen wurde. Konkret ist der Äquatorialradius um etwa acht Kilometer kürzer, während die Pole deutlicher abgeflacht sind, als bisherige Modelle vermuten ließen. Diese neuen Maße dienen als entscheidender Kalibrierungsstandard für die Erforschung riesiger Exoplaneten in fernen Sternensystemen. Parallel zu den Vermessungen von Jupiter hat Juno auch den faszinierenden Vulkanmond Io ins Visier genommen. Die neuesten Ergebnisse widerlegen die Theorie eines globalen Magma-Ozeans unter der Kruste des Mondes. Stattdessen deuten die Daten auf ein komplexes System lokaler Magmakammern hin, die die extremen Ausbrüche speisen.
Besonders spektakulär war die Beobachtung einer gigantischen Eruption, deren Energieausstoß die Kapazität aller irdischen Kraftwerke um das Sechsfache überstieg. Die Forscher identifizierten dabei gewaltige Lava-Seen und Gebirgszüge, die durch tektonische Prozesse infolge der Gezeitenkräfte Jupiters ständig verformt werden. Dieses sogenannte „Gezeiten-Flexing“ erzeugt im Inneren von Io eine enorme Reibungshitze, die den Mond zum aktivsten vulkanischen Körper im Sonnensystem macht. Die präzisen Schwerkraftmessungen der Sonde erlauben zudem Rückschlüsse auf die Massenverteilung im tiefen Inneren des Jupiters. Es zeigt sich, dass die zonalen Winde des Planeten viel tiefer in die Atmosphäre reichen, als theoretische Modelle zuvor vorausgesagt hatten. Auch das bizarre Magnetfeld, das einen isolierten Bereich nahe dem Äquator aufweist, wird durch die aktuelle Mission genauer kartiert. Die neuen Erkenntnisse über die Dynamik von Magnetfeldern und atmosphärischen Strömungen helfen uns, die Entstehung von Gasplaneten besser zu verstehen. Juno operiert trotz der extremen Strahlungsbelastung weiterhin zuverlässig und liefert kontinuierlich Daten aus der Nachbarschaft des Riesenplaneten. Die Mission unterstreicht, wie wichtig Langzeitbeobachtungen sind, um vermeintlich feststehende Fakten der Astronomie zu verfeinern. Mit jedem Vorbeiflug nähert sich die Menschheit der Antwort auf die Frage nach der Evolution unseres planetaren Systems. Letztlich beweisen diese Ergebnisse, dass selbst die Giganten unseres Vorgartens noch immer Überraschungen für uns bereithalten.